SMV bewirbt sich als „Ausbildungs-Ass 2016“

Mobile Auszubildende: Unternehmen will Wettbewerb der Wirtschaftsjunioren mit Carzubi-Projekt gewinnen
Große Hoffnungen hat das Unternehmen SMV Sitz- & Objektmöbel GmbH in zwei Autos gesetzt. Die beiden VW-Ups gehören zu dem Projekt „Carzubi“. Mit der Idee, die dahinter steckt, möchte das Unternehmen nun auch einen Preis beim Wettbewerb „Ausbildungs-Ass 2016“ gewinnen.

„Der Auslöser für das Projekt war unsere junge Kollegin Marina Christiani aus Bielefeld“, erläutert Geschäftsführerin Inge Brünger-Mylius. „Mangels eines Autos benötigte sie jeden Tag eineinhalb Stunden zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um zur Arbeit zu gelangen.“
Die Unternehmerin habe ihr diese Situation erleichtern wollen und deshalb zwei Autos für die Auszubildenden angeschafft. Seit Juni vergangenen Jahres stünden die beiden Wagen nun den Lehrlingen zur Verfügung. SMV übernehme die Kosten für Kraftstoff und Instandhaltung der Fahrzeige. Die aktuell sieben Auszubildenden seien für deren Reinigung und eine gerechte Verteilung der Nutzungszeit untereinander zuständig.
„Dafür haben wir offizielle Spielregeln aufgestellt“, sagte Fabian Langemann, der seit August 2015 bei SMV ausgebildet wird. „Dieser Plan legt fest, wer für welchen Zeitraum im Besitz der Autoschlüssel sein darf.“ Streit habe es dabei noch nie gegeben. In Notfällen tausche man die Zeiten, um die Kapazitäten der Autos voll ausnutzen zu können.
Im Gespräch mit Inge Brünger-Mylius habe Dr. Tim Ostermann CDU-Bundestagsabgeordneter für den Kreis Herford und Bad Oeynhausen, von „Carzubi“ erfahren. Daraufhin habe er ihr vorgeschlagen, am Wettbewerb „Ausbildungs-Ass 2016“ teilzunehmen. Dieser wird von dem Verband Wirtschaftsjunioren Deutschland ausgerichtet, der damit Unternehmen auszeichnen will, die sich in Sachen Ausbildung außergewöhnlich engagieren. Für die drei Firmen mit den besten Konzepten stehen Preisgelder von bis zu 2500 Euro zur Vergabe.
„Falls das Carzubi-Projekt mit diesen Mitteln belohnt wird, sollen die Auszubildenden das Geld für Betriebsausflüge nutzen“, schlug Inge Brünger-Mylius vor.

Bildunterschrift: Sind begeistert vom Carzubi-Projekt (von links): Laura Brandt, Vanessa Beinke, Fabian Langemann, Tobias Wehmeier, Dominik Spiekermann, Inge Brünger-Mylius und Tim Ostermann


Artikel: Westfalenblatt 23/24.07.2016

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