Im Gespräch mit Inge Brünger-Mylius

Dem boss-Magazin hat Inge Brünger-Mylius ein spannendes Interview gegeben. Erleben Sie die Geschäftsführerin von SMV hautnah und erfahren zum Beispiel welchen Traumberuf sie als Kind hatte.

Interview mit Inge Brünger-Mylius

Welchen Werdegang haben Sie und wie führte Sie dieser in die Branche?

"Ich bin in einer Schreibtischschublade geboren", antworte ich immer im Scherz. Nein, das stimmt nicht. Aber ich bin in der Febrü Büromöbel-Produktion meiner Eltern aufgewachsen. Andere Kinder hatten einen Garten oder Spielplatz, wir den Holzplatz oder die Produktionshalle.

Was gefällt Ihnen besonders gut an der Branche und was ist verbesserungswürdig?

Die Branche ist so klein, dass man sich irgendwann immer wieder über den Weg läuft. Sie ist überschaubar und das gefällt mir gut, dadurch ist sie nicht anonym. Sie ist leider konservativ und etwas verkrustet, was sich gerade in den letzten zwei bis drei Jahren positiv geändert hat.

Erzählen Sie uns etwas, das wir unbedingt über Sie wissen sollten!

Mein Lernberuf ist Erzieherin. Alles Kaufmännische und Technische habe ich mir selbst angeeignet.

Jeder Mensch hat seine unbekannten Talente aber auch seine Schwachstellen.Was können Sie richtig gut und worin wären Sie gerne besser?

Ich habe eine gute Menschenkenntnis und kann mich gut in die Situation von Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter versetzen. Dafür bin ich aber ziemlich ungeduldig – zum Leidwesen von meiner Mitwelt.

Was war die wichtigste Lektion, die Sie in Ihrem Leben gelernt haben?

Die Aussage "das geht (so) nicht", nicht zu akzeptieren. Kämpfen heißt die Devise: weil alle vor 24 Jahren gesagt haben, dass ich in der männerdominanten Büromöbelbranche keine Chance habe.

Nehmen wir an, Sie würden im Lotto gewinnen – was würden Sie tun?

Geld ins Unternehmen investieren, der Familie was schenken und mich in soziale Projekte einbringen.

Was machen Sie an einem Tag, an dem keine Termine sind?

Aufräumen, ausräumen, wegräumen, …….

Wann hatten Sie das letzte Mal weder Telefon noch Internet und wie gingen Sie mit dieser Situation um?

Beide habe ich ständig an. Ohne Anbindung ans Unternehmen geht es nicht. Nicht weil ich denke, es läuft nicht ohne mich, sondern es beruhigt mich einfach.

Jedes Kind hat seinen eigenen Helden, wer war das Idol Ihrer Kindheit?

Als Kind habe ich Märchenbücher gelesen. Als die zu Hause alle gelesen waren, habe ich alles in der Herforder Bücherei gelesen. Als die nichts Neues mehr hatte, bin ich in der nächsten Stadt gewesen.

Welchen Traum – privat oder beruflich – wollen Sie sich unbedingt noch erfüllen?

Beruflich will ich noch weiter wachsen – größer werden. Und privat mehr Zeit mit meinen Enkeln verbringen. Und mit dem Wohnmobil andere Länder bereisen.

Schuhe, gutes Essen, faulenzen – nicht nein sagen können Sie zu…?

Nicht nein sagen kann ich zu meinen Enkelkindern. Die dürfen bei mir verrückte Dinge machen, die sie bei den Eltern nicht dürfen. Daran habe ich eine große Freude. Ich verbringe gerne Zeit mit Freunden, beim Essen oder beim gemeinsamen Fotografieren.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ich wollte schon immer Kindergärtnerin werden. Den Wunsch habe ich mir ja auch erfüllt.

Mit welcher prominenten Persönlichkeit würden Sie gerne einmal einen Tag verbringen und wie würden Sie diesen gestalten?

Daran habe ich gar kein Interesse. Die Zeit verbringe ich viel lieber mit meiner Familie. Ein gemeinsamer Ausflug ist immer schön.

Aus welchen Gründen wären Sie gerne mit sich selbst befreundet?

Ich gebe anderen den Anreiz, die Welt oder auch sich selbst aus einem anderen Blickwinkel zu sehen; sich weiter zu entwickeln und an sich zu arbeiten. Freunde sagen, ich wäre immer für eine Überraschung gut. Vielleicht deshalb?

Wenn Sie in der Zeit reisen könnten, wohin würde Ihre Reise führen?

Immer nach vorne. Nie zurück! Nach hinten können wir eh nichts mehr ändern. Deshalb ist der Blick nach vorne so wichtig.

Wie sehen Sie die Zukunft unserer Branche, wie und wohin wird sie sich entwickeln?

Die Branche befindet sich schon im Ansatz im Umbruch. Die Digitalisierung und junge Menschen bestimmen die Zukunft der Bürowelt. Arbeiten wann und wo es gefällt, so wird es in Zukunft sein.

Artikel: boss
Ganzen Artikel downloaden

Zurück

Diese Website verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Weiterlesen …