Desk Sharing

Lange waren viele Arbeitsplätze im Büro verwaist. Doch langsam wird die Homeoffice-Pflicht zur Geschichte!

Desk Sharing im Büro braucht Loungezonen

Zuhause hat natürlich jeder die Möglichkeit, seinen Arbeitsplatz so zu wählen und zu gestalten, wie es einem selbst am besten gefällt, aber wie sieht das mit dem Schreibtisch im Büro aus? Um Kosten zu sparen, gestalten zahlreiche Unternehmen derzeit ihre Arbeitsflächen um. Beim sogenannten Desk Sharing sollen sich die Mitarbeiter in Zukunft Tische teilen und selbst entscheiden, wo sie sitzen wollen. Das klingt effizient, zumindest dann, wenn weiterhin viele Menschen von zu Hause arbeiten. Andernfalls kann die Rückkehr ins Büro schnell im Chaos enden. Damit das nicht passiert, sollten Unternehmen sich vorher Gedanken machen, worauf es ankommt, damit Arbeitnehmer und Arbeitgeber den Umstieg gut meistern.

Chill-Zonen am Arbeitsplatz

Die Vorteile sind schnell zusammengefasst:

Kosten sparen
Mit Desk Sharing können Unternehmen Kosten sparen, weil die Mitarbeiter sich jeden Tag aufs Neue auf die Suche nach einem Arbeitsplatz begeben und die vorhandenen Arbeitsplätze tatsächlich nutzen. Andere Bereiche können sinnvoll für andere Zwecke genutzt werden.

Flexibilität & Kreativität & Informationsfluss
Wer täglich den Arbeitsplatz wechselt, steht natürlich auch mit mehr Personen in Kontakt als bei der festen Platzbesetzung. Der Austausch über Abteilungen hinweg schlägt sich optimalerweise auch in puncto Kreativität nieder und fördert diese durch neue Einflüsse, denen Mitarbeiter täglich begegnen.

Mitarbeiterzufriedenheit & Employer Branding & Image:
Büros, die den Bedürfnissen und Erfordernissen bei unterschiedlichsten Aufgaben gerecht werden, können einen großen Einfluss auf die Zufriedenheit am eigenen Arbeitsplatz haben.

Sesselecken im Großraumbüro

Aber Vorsicht: Desk Sharing kann sich auch negativ auf Produktivität und das einzelne Empfinden von Mitarbeitern auswirken. 5 Punkte, auf die Sie unbedingt achten sollten:

1. Arbeitsplätze identisch ausstatten
Damit jeder überall problemlos arbeiten kann, sollte jeder Arbeitsplatz über eine Dockingstation, einen Bildschirm und eine externe Tastatur verfügen. So kann jeder Mitarbeiter den eigenen Laptop problemlos anschließen und direkt mit der Arbeit loslegen.

2. Privatsphäre:

Dass sich am eigenen Arbeitsplatz auch private Gegenstände befinden, ist nichts Ungewöhnliches. Damit das Desk Sharing aber gelingen kann, sollte man den Mitarbeitern Stauraum bieten, damit sie ihr privates Hab und Gut lagern können, ohne andere damit zu behindern. Das können Rollcontainer oder Spinde sein. Denn dass die Tische vor dem Feierabend freigeräumt werden, ist eine entscheidende Grundlage beim Desk Sharing.

3. Rückzugsmöglichkeiten schaffen

Kleine Lounge- und Meeting-Zonen lockern die Arbeitsatmosphäre auf. So kann sich jeder Mitarbeiter aus dem Trubel zurückziehen, um auch mal in Ruhe zu telefonieren oder Mails zu beantworten. Auch für kurze Meetings sind kleine Chill-Bereiche von Vorteil, denn sie fördern weg vom Schreibtisch die Kreativität.

4. Clean Desk Policy:

Niemand möchte benutzte Kaffeetassen oder liegengelassene Unterlagen auf einem freien Arbeitsplatz vorfinden. Was also in der Kantine gilt, trifft auch auf den Arbeitstisch zu: Man hinterlässt ihn so, wie man ihn gerne vorfinden möchte.

5. Selbstorganisation:

Sich täglich neu zu organisieren, erfordert natürlich auch ein gewisses Maß an Selbstorganisation. Die Einführung von Desk Sharing kann einen guten Anlass bieten, um dieses Thema aufzugreifen und das Team diesbezüglich zu schulen. Davon profitieren langfristig nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch das Unternehmen.

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